Braune, grüne, blaue, orange und rote Diamanten im Handel sind in aller Regel behandelt – durch Bestrahlung und Hitze. Das ist zulässig und üblich, muss aber ausgewiesen werden. Naturfarbene Fancy Colors sind etwas anderes: eigene Preisklasse, Zertifikat zwingend.
Wie Farbe in einen Diamanten kommt
In der Natur entsteht Farbe durch Fremdatome im Kristallgitter oder durch Gitterdefekte – Stickstoff macht gelblich bis braun, Bor blau. Solche Steine sind selten. Bei behandelten Diamanten wird derselbe Effekt gezielt erzeugt: Bestrahlung setzt Defekte im Gitter, anschließendes kontrolliertes Erhitzen stabilisiert die Farbe.
Behandelt heißt nicht künstlich
Ein behandelter Farbdiamant ist ein echter, in der Erde gewachsener Diamant – verändert wurde nur seine Farbe. Das ist etwas anderes als ein im Labor gezüchteter Diamant, bei dem der ganze Stein synthetisch ist. Drei Kategorien also: naturfarben, behandelt, laborgezüchtet.
Wie es ausgewiesen wird
Eine Farbbehandlung ist deklarationspflichtig – sie muss beim Verkauf genannt werden, nicht auf Nachfrage. Bei SAINT RIOT steht sie direkt am Produkt im Merkmal Diamantfarbe, zum Beispiel als Braun (behandelt).
Naturfarbene Fancy Colors
Naturfarbene Diamanten werden nach einem eigenen System beschrieben: Farbton, Helligkeit und Sättigung, in Stufen von Faint bis Fancy Vivid. Eine Sekundärfarbe steht dabei vorn, etwa Orangy Yellow. Ohne Zertifikat eines anerkannten Labors sollte man einen solchen Stein nicht kaufen.
Hält die Farbe?
Ja. Eine fachgerecht durchgeführte Behandlung ist dauerhaft, die Farbe verblasst im Alltag nicht. Wichtig ist nur eins: Wenn ein Stück später umgearbeitet oder gelötet wird, muss die Werkstatt wissen, dass der Stein behandelt ist – große Hitze kann die Farbe verändern.
Lieber persönlich?
Farbige Steine sehen auf jedem Bildschirm anders aus. Ab dem 15. Oktober 2026 kannst du sie im SAINT RIOT Store in der Apostelnstraße 13 in Köln bei Tageslicht ansehen. Der Termin dauert 30 Minuten und ist unverbindlich: Termin vereinbaren.
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