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Was kostet ein Diamantring? Die vier Preisfaktoren

Der Preis eines Diamantrings entsteht aus vier Größen: dem Karatgewicht der Steine, ihrer Qualität, der Legierung des Rings und dem Aufwand der Fassung. Die Ringgröße spielt eine kleinere Rolle, als die meisten erwarten — bei manchen Modellen gar keine.

Das Karatgewicht

Karat ist ein Gewicht, kein Maß: ein Karat sind 0,2 Gramm. Der Preis steigt dabei nicht gleichmäßig mit dem Gewicht, sondern sprunghaft. Ein Einkaräter kostet deutlich mehr als zwei Steine zu je einem halben Karat, weil große Rohsteine selten sind. Genau an den runden Marken — 0,50, 1,00, 1,50 Karat — springt der Preis am stärksten. Ein Stein mit 0,95 Karat sieht aus wie ein Einkaräter und kostet spürbar weniger.

Die Qualität der Steine

Innerhalb desselben Gewichts entscheiden Farbe, Reinheit und Schliff. Die Spanne ist groß: zwischen dem günstigsten und dem teuersten Einkaräter liegt leicht der Faktor fünf. Was davon man am Ring wirklich sieht, ist eine andere Frage — Reinheitsgrade unterhalb von SI1 sind mit bloßem Auge meist nicht zu unterscheiden, ein schlechter Schliff dagegen sofort. Die Begriffe erklären wir im Artikel Die 4 C bei Diamanten.

Die Legierung

Das Metall macht bei kleineren Steinbesätzen einen größeren Anteil aus, als die meisten erwarten. 750 Gold enthält 75 Prozent Feingold, 585 Gold 58,5 Prozent — bei gleichem Ringgewicht liegt der Materialwert entsprechend auseinander. Platin ist zusätzlich deutlich schwerer als Gold, ein Platinring wiegt bei gleicher Form rund ein Drittel mehr und kostet dadurch mehr, selbst wenn der Grammpreis ähnlich ist.

Der Aufwand der Fassung

Ein einzelner Stein in vier Krappen ist schnell gefasst. Ein Ring mit 259 einzeln gefassten Steinen ist Handarbeit über Stunden. Deshalb kann ein Ring mit vielen kleinen Steinen teurer sein als einer mit einem einzelnen größeren, obwohl das Gesamtgewicht der Steine niedriger liegt. Der Ring DarkMatter ist so ein Fall.

Welche Rolle die Ringgröße spielt

Eine kleine, aber nicht bei jedem Modell dieselbe. In einen Ring der Weite 62 geht mehr Metall als in einen der Weite 52, und bei rundum besetzten Ringen sitzen in der größeren Weite zusätzlich mehr Steine. Ob sich das im Preis niederschlägt, hängt vom Modell ab: Bei einem Teil unserer Ringe kostet jede Weite dasselbe, bei anderen staffelt sich der Preis nach Weite. Welcher Fall vorliegt, siehst du am Produkt, sobald du die Weite auswählst.

Woran du einen unseriösen Preis erkennst

An fehlenden Angaben. Wer Karatgewicht, Farbe und Reinheit nicht nennt, verkauft eine Zahl ohne Inhalt. Bei behandelten Steinen gilt dasselbe: Die Behandlung muss ausgewiesen sein, sonst stimmt die Preisgrundlage nicht. Was das bei Farbsteinen bedeutet, steht im Artikel Farbdiamanten — was behandelt bedeutet.

Lieber persönlich?

Ab dem 15. Oktober 2026 kannst du alle Stücke im SAINT RIOT Store in der Apostelnstraße 13 in Köln ansehen und dir die Preisunterschiede am Objekt erklären lassen. Der Termin dauert 30 Minuten und ist unverbindlich: Termin vereinbaren.

Alle Modelle findest du unter Ringe. Weitere Antworten stehen im Schmuck-Ratgeber.

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